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Überdimensionale Autoklaven für die Porenbetonproduktion
WR Group transportierte überdimensionale Autoklaven auf dem multimodalen Transportweg
Jahr
2021
Ladung
Zwei überdimensionale Autoklaven für die Porenbetonwerke
Gesamtgewicht
164.000 kg
Abmessungen eines Autoklavs
18,4 * 3,5 * 3,5m (Vorderteil) + 21,2 * 3,25 * 3,5m (Hinterteil)
Routen
Deutschland - Russland, Region Krasnodar und Rostow Gebiet

Im Mai 2021 transportierte die WR Group zwei jeweils 82 Tonnen schwere überdimensionale Autoklaven zur Herstellung von Porenbeton von Deutschland nach Russland. Die WR Group stellte dem deutschen Anlagenbauer komplexe Projektlogistikdienstleistungen zur Verfügung. Die logistische Gesamtlösung von der WR Group umfasste die Planung einer multimodalen Route, den Transport sowie die Vorbereitung bzw. Einholung der notwendigen Genehmigungen.

 

Autoklaven und der Endabnehmer

 

Ein Autoklav stellt einen gasdicht verschließbaren Druckbehälter dar. Das Gerät dient zur thermischen Behandlung von Materialien im Überdruckbereich.

 

Endbenutzer der Autoklaven aus Deutschland sind mehrere große Porenbetonwerke im Süden Russlands. Eine der Haupteigenschaften von Porenbeton ist seine gute Wärmdämmfähigkeit. Daher sind Porenbetonsteine sowohl im Innen- als auch im Außenbau weit verbreitet und werden von Bauunternehmen stark nachgefragt.

 

Die WR Group hat Autoklaven im Rahmen der Modernisierung von Porenbetonwerken in der Region Krasnodar und dem Rostow Gebiet geliefert.

 

Projektaufgabe der WR Group

 

Die WR Group wurde von einem deutschen Hersteller beauftragt, die überdimensionalen Autoklaven vom Produktionsstandort in Deutschland zum Bestimmungsort in Russland zu transportieren. Die Logistikspezialisten der Unternehmensgruppe entwickelten eine multimodale Route mit einer Kombination aus Land- und Seetransport. Die Autoklaven wurden zerlegt transportiert und am Einsatzort fertiggestellt.

 

Die Autoklaven wurden mit Blockverzollung nach Russland eingeführt. Dies bedeutete, dass alle Teile der Ladung gleichzeitig an der Zollstelle im Bestimmungsland eintreffen mussten. Die WR Group sorgte für die genaue Koordination der Fahrzeuge, die notwendigen Genehmigungen für den ungehinderten Transport und die termingerechte Anlieferung aller Komponenten zur Zollbeschau.

 

Die Spezialisten des Unternehmens benötigten 1,5 Monate für die komplette Transportorganisation unter Berücksichtigung des Ladegewichts und -umfangs sowie der Anforderung des gleichzeitigen Eintreffens aller Fahrzeuge an der Zollabfertigungsstelle.

 

Multimodaler Transport

 

Die Hinterteile je 18,4 m lang und jeweils 21,2 m langen Vorderteile der Autoklaven wurden auf Tiefladern vom Produktionsstandort zum Lübecker Hafen transportiert. Von Lübeck aus wurde die Ladung mit einem Frachtschiff weiter zum Hafen von St. Petersburg, Russland, transportiert. Im russischen Hafen wurden die Autoklaven wieder auf den Landtransport umgeladen und damit an den Endbestimmungsort geliefert.

 

Insgesamt hatte die Ladung 2.350 km auf dem Landweg und fast 1.400 Seemeilen zurückgelegt. Die WR Group sorgte für eine sichere und fristgerechte Lieferung von Druckbehältern an den Endkunden.